GEW Kreisverband Neumünster
GEW Kreisverband Neumünster

Mitmachen - Mitgestalten - Perspektiven setzen

 

Die Gewerkschaft der Beschäftigten im Bildungs- und Sozial- und Erziehungsbereich

 

Kompetent in:

Bildung - Erziehung - Interessenvertretung - Rechtsschutz im Personal-, Arbeits- und Sozialrecht - Tarife und Bezahlung - Aus- und Weiterbildung ...

 

Warten auf Godot? Warten auf das SHiBB?
 
„Lehrkräfte leisten Großartiges und haben eine größere Akzeptanz verdient“: Bildungsministerin Prien dankt am UNESCO-Welttag Lehrerinnen und Lehrern.
 
Sind damit auch die Lehrkräfte an den Beruflichen Schulen gemeint?
Denn dafür soll künftig das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein nicht mehr zuständig sein.Die beruflichen Schulen sollen vollständig dem Wirtschaftsministerium unterstellt werden. Die berufliche "3. Säule" findet damit in Verlautbarungen keine Erwähnung. Für die neue Bildungsministerin gibt es nur noch zwei Säulen des Bildungssystems: Die Gemeinschaftsschulen und die Gymnasien.


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Gewerkschaft

Erziehung und Wissenschaft
Kreisverband Neumünster

 

 

Kulturelle Gegensätze und ihre Auswirkungen: „Bis sie siebzehn war, kannte Sabine Kügler keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach. Heute ist ihre Seele gefangen zwischen zwei Kulturen.“ Nun lebt sie in Europa. Aber wie ist sie mit dem Kulturwechsel umgegangen?

 

Film

Dschungelkind

Fachdiskussion

anschließend mit Doris Kügler, Mutter der Autorin und Filmprotagonistin Sabine Kügler,
zu allen offenen Fragen.

 

Termin

Die Filmvorführung ist am Dienstag, den 07.11.2017, von 16 bis 18 Uhr.
Dann machen wir eine Pause, mit Getränken  und Snacks.
Anschließend besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Das Ende wird gegen 19 Uhr sein.

 

Ort ist Raum 05 in der Elly-Heuss-Knapp-Schule, 24534 Neumünster, Bachstraße 32

 

GEW Kreisverband NMS

                         

Teilnehmerkosten: die Veranstaltung ist kostenlos

Anmeldung/Infos: Horst Küppers, Tel. 04321-24892 Mail  ho.kueppers@web.de

Buchtipp: Kügler, Sabine: Dschungelkind, Verlag Knaur, München 2006, 346 Seiten

 

 

"Welchen Bildungsgang hätten Sie denn gern?"

war die Frage, mit der wir uns am Samstag, 23.09.2017 in Neumünster in die wahlkämpfenden Parteien einmischten. Im Rahmen der Aktion "Baustelle Bildung" diskutierten wir mit Parteienvertretern und BürgerInnen über die nicht nachvollziehbare Entscheidung der Jamaika-Koalition in SH, die beruflichen Schulen aus dem Bildungsninisterium abzutrennen und dem Wirtschaftsminister zu unterstellen.

Nahezu einhellige Reaktionen: Schnapsidee, Bildung gehört unter einen Hut, Wirtschaft darf die Bildung nicht dominieren bis zu dass nicht alles sinnvoll sei, was im Koalitionsvertrag stehe.

 

Diese positive Resonanz bestärkt uns weiter nachzuhaken.


Es ist ein Fehler, die berufliche Bildung und damit auch alle allgemeinbilden Abschlüsse an den beruflichen Schulen in ein Doppelsystem zu überführen. Fehler müssen ja nicht gemacht werden, um sie dann wieder aufwändig zu korrigieren.

„Welchen Bildungsgang hätten sie gerne?“

 

Jamaika-Koalition
Bildung aus einem Guss?

Die Koalitionsregierung in Schleswig-Holstein will die vollständige Zuständigkeit für die Beruflichen Schulen dem Wirtschaftsministerium übertragen.

Nicht mehr das Bildungsministerium unter Karin Prien soll die Gesamtverantwortung über den Bildungsbereich tragen – die 33 Berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren mit 97000 SchülerInnen an den Ausbildungsgängen der Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachobereschulen, Beruflichen Gymnasien und Fachschulen sollen pauschal dem Wirtschafsministerium (Bernd Buchholz) zugeordnet werden

Eine bundesweit einmalige Entscheidung!

Was mag die Koalitionäre der Landesregierung zu dieser Entscheidung bewogen haben? Begründet wurde sie bis heute nicht.

War den Koalitionären bewusst, dass

  • 20 % der Abiturprüfungen an den beruflichen Gymnasien abgelegt werden und viele weitere in der Berufsoberschule ihr Abitur machen?
  • tausende von SchülerInnen ihren ersten allgemeinbildenden Schulabschluss an einer beruflichen Schule erreichen?
  • tausende von Schülerinnen den Mittleren Schulabschluss in den Ausbildungsgängen der Berufsschulen und in den Berufsfachschulen erreichen?
  • die in den Berufsbildenden Schulen erzielte Fachhochschulreife einen wichtigen Zugang zu den Hochschulen ermöglicht?
  • die berufliche Profilierung der Bildungsgänge an den Berufsbildenden Schulen vielen Jugendlichen die Perspektiven für weitere allgemeinbildende Bildungsabschlüsse eröffnet?
  • damit einer stärkeren Trennung und Selektierung von jungen Menschen Vorschub geleistet wird?

Die einheitliche Zuständigkeit für Bildung und Ausbildung in einem Ministerium wurde rückgängig gemacht.

  • Soll der wichtige Übergangsbereich von allgemeinbildenden Schulen in den beruflichen Bereich in alleinige Verantwortung des Wirtschaftsministeriums gelegt werden?
  • Die Kooperation von Gemeinschaftsschulen und Beruflichen Schulen und damit der zu erzielenden Stärkung der beruflichen Bildung insgesamt wird erschwert und komplizierter.
  • Die Abstimmung der Berufs- und Studienorientierung an den allgemeinbildenden wird gefährdet.
  • Die Bildung eines Landesinstituts zur Kontrolle und Steuerung der Beruflichen Bildung wird zur Sache des Wirtschaftsministeriums mit eigener Dynamik mit erschwerten Abstimmungsbedingungen zum Bereich der Allgemeinbildung.
  • Es kommt zu unterschiedlichen Dienstaufsichten und Finanzierungsmöglichkeiten der Ministerien über die Schulen und Lehrkräfte des Landes sowie getrennten Mitbestimmungsmöglichkeiten.

Wir fragen weiter:

  • Wird es künftig noch mehr Lehrkräfte mit unterschiedlichem Status in zwei Systemen geben?
  • Werden über die neuen Strukturen und Verantwortlichkeiten mehr ökonomische Interessen als allgemeine Bildungs- und Qualifizierungsziele transportiert?
  • Wird so die erklärte Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung in Frage gestellt?
  • Kommt es damit zu zwei unterschiedlichen Bildungssystemen in einem Land?
  • Welches Ministerium vertritt die Bildung in der Kultusministerkonferenz auf Bundesebene?
  • Kommt es damit wirklich zu einer Stärkung der beruflichen Bildung oder wird sie durch Abkopplung geschwächt?

 

 
   

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

 Fachgruppe Berufsbildende Schulen

 Schleswig-Holstein

Interkulturelle Woche Neumünster
Vom 23. September bis 3. Oktober 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos und Programm

Gute Bildung braucht gute Arbeits- und Rahmenbedingungen wie …

 

mehr Zeit für die pädagogische Arbeit an sich
… multi professionelle Teams
… Senkung der Gruppen- und Klassengrößen
… Zeit für Austausch, Fortbildung und Beratung
… Räume, die die pädagogische Arbeit unterstützen
… Sanierung maroder und gesundheitsgefährdender Gebäude
… Senkung der Arbeitsbelastung
… Reduzierung der Pflichtstundenzahl
… Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation
… Abbau der prekären und befristeten Beschäft igung
… Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
Und nicht zuletzt: gerechte Bezahlung

 

 

Die Plakataktion "Bildung weiter denken" wurde auch von lokalen Politikern und Politikerinnen genutzt, um ihre Position zur Bildung zum Ausdruck zu bringen: Aminata Touré (Grüne), Angelika Bär (Piraten), Paul Eickhoff-Weber (Jusos), Hassan Horata (SPD), Kirsten Eickhoff-Weber usw.

Gelobt und gerne mitgenommen wurde auch unser Pocket-Booklet zu den Wirtschaftsmythen.

Ihr Kontakt zu Ihrer Gewerkschaft vor Ort 

GEW Kreisverband Neumünster

Sedanstr. 22

24534 Neumünster

Rufen Sie einfach an unter

04321 55 82 575
Siegbert Schwab
04321 25 21 625
Uta Rechter
04321 93 97 53
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