GEW Kreisverband Neumünster
GEW Kreisverband Neumünster

Mitmachen - Mitgestalten - Perspektiven setzen

 

Die Gewerkschaft der Beschäftigten im Bildungs- und Sozial- und Erziehungsbereich

 

Kompetent in:

Bildung - Erziehung - Interessenvertretung - Rechtsschutz im Personal-, Arbeits- und Sozialrecht - Tarife und Bezahlung - Aus- und Weiterbildung ...

 

GEW-Aktion gegen Lehrkräftemangel vor dem Bildungsministerium

24.11.2017

Bei einer Aktion hat die GEW heute am Freitag, den 24.11.2017 mit rund einhundert Pappkameradinnen und -kameraden vor dem Kieler Bildungsministerium auf den in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam gemacht.

 

"Ich bin Mathelehrerin und fehle an einer Grundschule!“
Dieser Satz prangt auf der Brust einer lebensgroßen Pappkameradin. Bei dem Pappkameraden daneben heißt es: „Ich bin Sonderschullehrer und fehle in der Inklusion!“ Nach demselben Muster präsentieren sich rund einhundert fehlende Pappkameradinnen und -kameraden auch für Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Berufliche Schulen vor dem Kieler Bildungsministerium. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sie dort am Freitag, 24.11.2017 aufgestellt, um auf den auch in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam zu machen.

 

11.528 Schulstunden durch nicht-ausgebildete Lehrkräfte
Die Zahlen der Landesregierung haben es in sich: 29.545 Unterrichtsstunden werden an den Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in Schleswig-Holstein pro Woche von Personen ohne Zweite Staatsprüfung gegeben. In 11.528 Stunden stehen sogar Personen ohne jegliche Lehramtsausbildung vor den Klassen. Viel zu viele, findet die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke. Die Qualität von Bildung drohe dabei auf der Strecke zu bleiben.

 

Länder haben Lehrkräftemangel verschlafen
„Die Länder haben in den vergangenen Jahren den Lehrkräftemangel verschlafen. Sie haben sich von ihren eigenen alten Zahlen und Prognosen einlullen lassen, sei es aus Bequemlichkeit oder um aus finanziellen Gründen weniger Lehrerinnen und Lehrer einstellen zu müssen. Das rächt sich jetzt“, sagte die GEW-Landesvorsitzende in einer kurzen Rede vor etwa 50 Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern. „Schleswig-Holstein braucht mehr ausgebildete junge Lehrerinnen und Lehrer.  Vor allem an Grundschulen und Sonderschulen sieht es zunehmend schlecht aus, Lehrerstellen mit ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern zu besetzen.

 

Weiterlesen auf der Homepage der GEW SH

 

 

Mit der GEW zur didacta

2018 führt die didacta als weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse wieder Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Hannover zusammen.


Der Kreisverband Neumünster lädt ein zur Teilnahme am Besuch der didacta.

Wir fahren am Freitag, 23.02.2018
ab NMS Hbf 06:32 h NMS ‐ an NMS Hbf 20:00 h


Die Themen der didacta

  • Frühe Bildung ‐ Entwicklungs‐, Teilhabe‐ und Aufstiegschancen schaffen
  • Schule / Hochschule ‐ Orte, an denen das Lehren und Lernen zueinander finden
  • Berufliche Bildung/Qualifizierung ‐ Die Gesellschaft profitiert vom erfüllten
  • Berufsleben ihrer Mitglieder
  • didacta DIGITAL ‐ Digitale Technologien eröffnen Chancen für das Bildungswesen


Ihre Anmeldung erfolgt über die Einzahlung von € 20 für Mitglieder der GEW (SchülerInnen zahlen 10 €), bzw. 50 € für Nichtmitglieder auf das Konto der GEW Neumünster (IBAN: DE27 2305 1030 0000 850586) Stichwort "didacta".

Dieser Betrag umfasst Fahrtkosten und Eintritt.

Anmeldeschluss ist der 31.01.2018
Da nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung steht, gilt die Reihenfolge des Zahlungseinganges. Eine Rückerstattung ist nur dann möglich, wenn eine Ersatzperson die Fahrt antritt.


Info und Anmeldung:

Gunter Fleischmann

Tel: 04321 939 753
E‐Mail: fleischmann(at)gew‐neumuenster.de


Siegbert Schwab

Tel: 04321 5582575
E‐Mail: schwab@gew‐neumuenster

"Welchen Bildungsgang hätten Sie denn gern?"

war die Frage, mit der wir uns am Samstag, 23.09.2017 in Neumünster in die wahlkämpfenden Parteien einmischten. Im Rahmen der Aktion "Baustelle Bildung" diskutierten wir mit Parteienvertretern und BürgerInnen über die nicht nachvollziehbare Entscheidung der Jamaika-Koalition in SH, die beruflichen Schulen aus dem Bildungsninisterium abzutrennen und dem Wirtschaftsminister zu unterstellen.

Nahezu einhellige Reaktionen: Schnapsidee, Bildung gehört unter einen Hut, Wirtschaft darf die Bildung nicht dominieren bis zu dass nicht alles sinnvoll sei, was im Koalitionsvertrag stehe.

 

Diese positive Resonanz bestärkt uns weiter nachzuhaken.


Es ist ein Fehler, die berufliche Bildung und damit auch alle allgemeinbilden Abschlüsse an den beruflichen Schulen in ein Doppelsystem zu überführen. Fehler müssen ja nicht gemacht werden, um sie dann wieder aufwändig zu korrigieren.

„Welchen Bildungsgang hätten sie gerne?“

 

Jamaika-Koalition
Bildung aus einem Guss?

Die Koalitionsregierung in Schleswig-Holstein will die vollständige Zuständigkeit für die Beruflichen Schulen dem Wirtschaftsministerium übertragen.

Nicht mehr das Bildungsministerium unter Karin Prien soll die Gesamtverantwortung über den Bildungsbereich tragen – die 33 Berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren mit 97000 SchülerInnen an den Ausbildungsgängen der Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachobereschulen, Beruflichen Gymnasien und Fachschulen sollen pauschal dem Wirtschafsministerium (Bernd Buchholz) zugeordnet werden

Eine bundesweit einmalige Entscheidung!

Was mag die Koalitionäre der Landesregierung zu dieser Entscheidung bewogen haben? Begründet wurde sie bis heute nicht.

War den Koalitionären bewusst, dass

  • 20 % der Abiturprüfungen an den beruflichen Gymnasien abgelegt werden und viele weitere in der Berufsoberschule ihr Abitur machen?
  • tausende von SchülerInnen ihren ersten allgemeinbildenden Schulabschluss an einer beruflichen Schule erreichen?
  • tausende von Schülerinnen den Mittleren Schulabschluss in den Ausbildungsgängen der Berufsschulen und in den Berufsfachschulen erreichen?
  • die in den Berufsbildenden Schulen erzielte Fachhochschulreife einen wichtigen Zugang zu den Hochschulen ermöglicht?
  • die berufliche Profilierung der Bildungsgänge an den Berufsbildenden Schulen vielen Jugendlichen die Perspektiven für weitere allgemeinbildende Bildungsabschlüsse eröffnet?
  • damit einer stärkeren Trennung und Selektierung von jungen Menschen Vorschub geleistet wird?

Die einheitliche Zuständigkeit für Bildung und Ausbildung in einem Ministerium wurde rückgängig gemacht.

  • Soll der wichtige Übergangsbereich von allgemeinbildenden Schulen in den beruflichen Bereich in alleinige Verantwortung des Wirtschaftsministeriums gelegt werden?
  • Die Kooperation von Gemeinschaftsschulen und Beruflichen Schulen und damit der zu erzielenden Stärkung der beruflichen Bildung insgesamt wird erschwert und komplizierter.
  • Die Abstimmung der Berufs- und Studienorientierung an den allgemeinbildenden wird gefährdet.
  • Die Bildung eines Landesinstituts zur Kontrolle und Steuerung der Beruflichen Bildung wird zur Sache des Wirtschaftsministeriums mit eigener Dynamik mit erschwerten Abstimmungsbedingungen zum Bereich der Allgemeinbildung.
  • Es kommt zu unterschiedlichen Dienstaufsichten und Finanzierungsmöglichkeiten der Ministerien über die Schulen und Lehrkräfte des Landes sowie getrennten Mitbestimmungsmöglichkeiten.

Wir fragen weiter:

  • Wird es künftig noch mehr Lehrkräfte mit unterschiedlichem Status in zwei Systemen geben?
  • Werden über die neuen Strukturen und Verantwortlichkeiten mehr ökonomische Interessen als allgemeine Bildungs- und Qualifizierungsziele transportiert?
  • Wird so die erklärte Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung in Frage gestellt?
  • Kommt es damit zu zwei unterschiedlichen Bildungssystemen in einem Land?
  • Welches Ministerium vertritt die Bildung in der Kultusministerkonferenz auf Bundesebene?
  • Kommt es damit wirklich zu einer Stärkung der beruflichen Bildung oder wird sie durch Abkopplung geschwächt?

 

 
   

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

 Fachgruppe Berufsbildende Schulen

 Schleswig-Holstein

Gute Bildung braucht gute Arbeits- und Rahmenbedingungen wie …

 

mehr Zeit für die pädagogische Arbeit an sich
… multi professionelle Teams
… Senkung der Gruppen- und Klassengrößen
… Zeit für Austausch, Fortbildung und Beratung
… Räume, die die pädagogische Arbeit unterstützen
… Sanierung maroder und gesundheitsgefährdender Gebäude
… Senkung der Arbeitsbelastung
… Reduzierung der Pflichtstundenzahl
… Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation
… Abbau der prekären und befristeten Beschäft igung
… Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
Und nicht zuletzt: gerechte Bezahlung

 

 

Die Plakataktion "Bildung weiter denken" wurde auch von lokalen Politikern und Politikerinnen genutzt, um ihre Position zur Bildung zum Ausdruck zu bringen: Aminata Touré (Grüne), Angelika Bär (Piraten), Paul Eickhoff-Weber (Jusos), Hassan Horata (SPD), Kirsten Eickhoff-Weber usw.

Gelobt und gerne mitgenommen wurde auch unser Pocket-Booklet zu den Wirtschaftsmythen.

Ihr Kontakt zu Ihrer Gewerkschaft vor Ort 

GEW Kreisverband Neumünster

Sedanstr. 22

24534 Neumünster

Rufen Sie einfach an unter

04321 55 82 575
Siegbert Schwab
04321 25 21 625
Uta Rechter
04321 93 97 53
Gunter Fleischmann

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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